Die Karosserie nimmt Form an – Knud berichtet über den Fortschritt

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Der Kühlergrill ist wie so Einiges eine Maßanfertigung
Die Karosserie nimmt Form an – Knud berichtet über den Fortschritt
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Es gibt wieder Neuigkeiten zum Würth Rod: Die Karosserie nimmt langsam Form an.

Würth: Die Teile aus den USA sind eingetroffen! Wirklich alle, oder warten wir noch auf etwas?
Knud: Die meisten sind schon eingetroffen, aber wie immer gibt es die so genannten „Backorders“, das kann einem der Lieferant vorher leider nicht sagen. Erst im Rahmen der Auslieferung erfährt man das. Und es sind leider Gottes, mit einem tränenden Auge muss ich das sagen, die Hinterreifen nicht geliefert worden. Aufgrund eines neuen Trends in Amerika sind die Firestone Reifen gerade äußerst gefragt. Dadurch kommen die mit der Produktion nicht nach. Und diese alten Firestone Reifen, die hinten raufkommen sind leider auf Backorder. Und auch sonst ein paar Kleinigkeiten, die stören aber nicht beim Zusammenbau.

Der gelieferte Sitz sieht nicht sehr komfortabel aus – muss er aber auch nicht sein.
Der gelieferte Sitz sieht nicht sehr komfortabel aus – muss er aber auch nicht sein.

Würth: Wie kann man sich das vorstellen, wie lange dauert es, bis die Bestellungen bei dir im Hangar sind? Welche Zwischenstationen sind hier dabei?
Knud: Die Abfolge des Bestellens ist immer so, dass es zwei Arten von Firmen gibt. Solche die Connections haben, aber kein Lager, und solche die ein enormes Lager haben und aus dem Regal rausnehmen und verschicken können. Seit kurzem wird in Amerika das Europa-Geschäft nicht mehr als Nebenerscheinung gesehen, weil sich auch auf dem Muscle Car Sektor bei uns sehr viel getan hat. Auch der Europäer wird jetzt schnell und mit Vorzug behandelt. Wenn die Teile auf Lager sind werden sie schnell verschickt. Dadurch geht das manchmal für kleinere Teile, die mit dem Flugzeug geliefert werden könne, innerhalb von einer Woche. Größere Teile mit dem Schiff zirka 4 bis 6 Wochen. Dann gibt es Collectors, die das organisieren und schauen, wo sie das am günstigsten bekommen oder überhaupt bekommen. Bei manchen Teilen ist das ja nicht mehr so einfach. Ich habe jetzt zum Beispiel eine Curry Enterprise Achse gekriegt. Genau in dieser Breite, wie wir sie hier haben.

Die Karosserie wurde gechannelt. Zu erkennen an den Rahmendurchführungen.
Die Karosserie wurde gechannelt. Zu erkennen an den Rahmendurchführungen.

Würth: Der Rahmen ist da. Teile des Skeletts stehen auf der Hebebühne. Was ist jetzt der nächste Schritt?
Knud: Jetzt passiert alles um das Fahrwerk. Der Rahmen ist der zentrale Ausgangspunkt, der muss positioniert werden. Der Rahmen ist jetzt in Waage gelegt, der liegt auf der verstellbaren Würth Bühne. Mit Blöcken haben wir ihn so positioniert, dass er hundertprozentig in jeder Richtung in der Waage liegt. Mit der Bühne können wir ihn nun immer rauf und runter fahren.

Würth: Warum ist es so wichtig, dass der Rahmen in der Waage liegt?
Knud: Weil wir von unten vom Boden weg die Messpunkte anlegen. Wir arbeiten mit einem Laser und sogenannten Messblöcken. Wir wissen, wie hoch wir vorne bei der Super Bell Achse sein müssen und dann schneiden wir uns ganz exakte Hartholzblöcke zu, die in dieser Höhe hundertprozentig stehen bleiben. So können wir immer wieder nachjustieren. Egal was passiert. Das ist ganz wichtig, denn als aller erstes wird jetzt das Fahrwerk gemacht. Wir müssen den Rahmen stretchen, teilweise verändern, in den Rahmen selbst Verstrebungen auf Grund von Rundrohrmaterialien mit einschweißen, sogenannte X-Verstrebungen, damit das noch fester wird, da eine sehr starke Maschine hineinkommt. Jetzt wird das Fahrwerk inklusive der Bremsen eingebaut. Das würde dann schon auf vier Rädern stehen. Im Zuge dessen wird die Karosserie gechannelt und reingesetzt, um die Position der Karosserie zu bestimmen.

Dämmplatten von Würth sorgen für eine akzeptable Geräuschkulisse im Innenraum.
Dämmplatten von Würth sorgen für eine akzeptable Geräuschkulisse im Innenraum.

Würth: Jetzt wird die Karosserie gechannelt und der Motor angepasst, die Motorhalterungen. Beginnt dann der Auseinanderbau oder geht es noch ins Detail?
Knud: Wir bauen so weit zusammen, dass der technische Teil des Fahrzeuges fertig ist, also der Anschluss von Bremse und Lenkung, da ich wissen muss, wo der Durchbruch durch die Karossiere ist und der Lenkkreis muss beschrieben werden. Es muss die Bremse gehen, so dass ich sie betätigen kann. Sie muss nicht gefüllt sein, aber ich muss sie betätigen können. Die Rückzugsfedern müssen da sein und der Bremsverstärker muss eingesetzt sein. Die Leitungen sind noch egal, die setze ich sowieso nachher ein. Die werden punktuell angesetzt mit einem Gewinde geschnitten und in die einzelnen Halterungen eingesetzt. Das Gaspedal muss eingesetzt sein auf der Positionierung, damit ich sehen kann: hier geht der Gaszug durch die Feuerwand durch und hier geht er in Richtung Vergaser. Dadurch sind wir ziemlich lang an der Arbeit, bis wir das alles gelöst haben. Das sind auch Teile, die eingeschweißt werden. Zum Beispiel der Automatiktunnel plus der Tunnel, der nach hinten läuft, werden angepunktet und zusammen mit den Fußboden, der ja noch nicht da ist, angeschweißt. Es bleibt noch relativ lange in diesem rohen Zustand. Auch eine Ladefläche muss angefertigt werden. Eventuell nimmt man hier ein Fragment, in dem der Tank frei drinnen steht. Zwei Sachen sind ganz wichtig, dass montiert sind: Der Tank und die Werkzeugbox. Auf der Ladefläche soll nur eine mitgestylte Werkzeugbox stehen. Das ist ganz wichtig. Die soll schon rot sein und ein schwarzes Pinstriping drauf haben. Damit sich das richtig hervorhebt.

Gelochte Halterungen für die kleine Ladefläche.
Gelochte Halterungen für die kleine Ladefläche.

Würth: Mit coolen Schnallen…
Knud: … und Messingteilen, der Griff in Messing. Vielleicht sogar in Schwarz mit Flammen gleich mit dem Würth Logo drauf. Auf alle Fälle Messingteile und mit zwei alten Lederriemen niedergeschnallt. Das ist ein Highlight für mich auf der Ladefläche. Bezüglich des Tanks: Hier müssen wir schauen, ob uns der Aluminiumtank nicht die Optik zusammenhaut. Wir haben hier überlegt einen Teil schwarz zu lassen, die Messingspannen kommen sowieso drüber. Das müssen wir bestimmen, sobald der Tank und die Würth Werkzeugkiste montiert sind.

Würth: Danke für das Interview! Wir sind schon gespannt, wie es weitergeht!

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