Wasserdicht und trotzdem nass geworden?

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Wasserdicht und trotzdem nass geworden?
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Wenn Regen, Wind und Kälte den Aufenthalt im Freien ungemütlich erscheinen lassen, sind Softshell-Jacken verlässliche Begleiter im Arbeitsalltag. Bei der Wahl der richtigen Jacke werden Sie mit der Bezeichnung Wassersäule konfrontiert. Wir erklären Ihnen in diesem Beitrag, was hinter der Bezeichnung steckt.

Mit manchen Funktionsjacken glänzen Sie nur bei Sonnenschein. Achten Sie darauf, dass Sie auch bei Regen gut geschützt sind!
Mit manchen Funktionsjacken glänzen Sie nur bei Sonnenschein. Achten Sie darauf, dass Sie auch bei Regen gut geschützt sind!

Das kann eine Softshell-Jacke

Auch wenn es kalt ist, kommt man bei körperlicher Anstrengung ins Schwitzen. Daher ist es wichtig, dass die Jacke die Körperfeuchtigkeit nach außen transportiert und dennoch den Körper nicht auskühlen lässt. Zusätzlich sollte die Jacke gut vor Wind und Wasser schützen.

Schematische Darstellung von Funktionsbekleidung und ihrer Funktionen
Hochwertige Softshelljacken erfüllen mehrere Aufgaben. ©Shutterstock/Würth

Wasserabweisend bis wasserdicht

Die Wassersäule ist eine Maßeinheit, um die Wasserdichtigkeit von technischen Geweben wie z.B. Zelte, Funktions- und Regenbekleidung anzugeben. Nach der europäischen DIN EN 343 (Schutzkleidung gegen Regen) ist ein Produkt mit Wassersäule ab 800 mm „wasserdicht (Klasse 2)“ oder ab 1300 mm „wasserdicht (Klasse 3)“.
Gerade bei starkem Regen oder beim Sitzen auf nassen Untergründen reichen diese Werte jedoch nicht aus, weshalb die meisten Hersteller Materialien mit höheren Wassersäulen von bis zu 20.000 mm anbieten. Denn beim Sitzen auf feuchtem Untergrund wird beispielsweise ein Druck aufgebaut, der ca. 2.000 mm Wassersäule entspricht. Beim Knien in der Hocke drücken schon ca. 4.800 mm Wassersäule auf die Bekleidung.

Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA) in St. Gallen in der Schweiz geht davon aus, dass ein Funktionsmaterial ab einer Wassersäule von 4.000 mm wasserdicht ist. ©Shutterstock
Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA) in St. Gallen in der Schweiz geht davon aus, dass ein Funktionsmaterial ab einer Wassersäule von 4.000 mm wasserdicht ist. ©Shutterstock

So wird die Wassersäule gemessen

Die Hersteller lassen ihre Stoffe in Labors testen, indem diese Wasser ausgesetzt werden, das mit einem konstanten Druck auf sie einwirkt. Der Wasserzylinder wird langsam mit Wasser gefüllt. Pro Sekunde wird die Wassersäule um 10 Millimeter erhöht. Dann wird beobachtet und gemessen, nach welcher Zeit sich drei Tropfen Wasser ihren Weg durch den Stoff gebahnt haben. Die Zeit kann in Druck umgerechnet werden. Dieser wird in Millimeter Wassersäule angegeben.

Vereinfacht gesagt: 2.000 mm Wassersäule heißt, dass das beschichtete Gewebe gerade noch dicht hält, wenn eine zwei Meter hohe Wassersäule darauf lastet.

Wassersäule
Dringen drei Tropfen Wasser durch den Stoff, endet die Messung und der Wert wird in dem Moment der Wasserdurchdringung festgelegt.

„Je höher die Wassersäule, desto dichter ist das Gewebe!“

Sigi Kalteis, Würth Produktmanager PSA-Arbeitsschutz

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Der Mindeststandard für Würth Softshell-Jacken liegt bei 3.000 mm, viele davon wie z.B. das Modell Artic (links) oder das Modell Aspen (rechts) weisen eine Wassersäule von 8.000 mm auf.

Die gesamte Auswahl an Softshell-Jacken finden Sie im Online-Shop.

bloggt über Produktneuheiten, Anwendungsbeispiele und Tipps & Tricks.

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