Die 5 goldenen Regeln des Dübelsetzens

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Dübel richtig Setzen - Schritt 2
Die 5 goldenen Regeln des Dübelsetzens
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Sie haben schon 1.000 Dübel gesetzt, aber beim 1.001. Dübel hakt es? Natürlich werden Sie sich fragen, warum das so ist. Liegt es am Untergrund? Oder an der Dübelauswahl? Wir haben zusammengefasst, worauf es beim Setzen von Dübeln ankommt.

Dübel richtig Setzen - Schritt 1

Dübel richtig Setzen - Schritt 2 Dübel richtig Setzen - Schritt 3
Dübel richtig Setzen - Schritt 4 Dübel richtig Setzen - Schritt 5 Dübel richtig Setzen - Schritt 6

1. Der Untergrund entscheidet

Warum das so ist, ist einfach erklärt: Da der Untergrund das aufnehmbare Lastniveau bestimmt, dürfen nur Dübelsysteme zum Einsatz kommen, die für den jeweiligen Verankerungsgrund zugelassen oder geeignet sind. Bei Beton ist grundsätzlich von gerissenem Beton auszugehen. Bei Mauerwerk sollte besonders darauf geachtet werden, dass dieses ausreichend tragfähig ist.
Der Untergrund gibt darüber hinaus auch die möglichen Rand- und Achsabstände vor. Diese sind in den einzelnen Zulassungen angegeben und zwingend einzuhalten.

2. So wählen Sie den richtigen Dübel

Bei der Auswahl des richtigen Dübels bedenken Sie folgende Punkte:

  • Für bauaufsichtlich relevante Befestigungen sind ausschließlich zugelassene Dübelsysteme zu verwenden.
  • Das Dübelsystem muss für den vorliegenden Verankerungsgrund zugelassen oder geeignet sein.
  • Die Dübel müssen die wirkende statische und dynamische Last aufnehmen und in den Untergrund ableiten können.
  • Ebenso hat das Dübelsystem geeignet zu sein für die lastunabhängigen Einwirkungen aus den Umgebungsbedingungen wie Temperatur, Klima, Feuchtigkeit, Anwendung im Innen- oder Außenbereich.
  • Die Montagearten Vorsteck- und Durchsteck- oder Abstandsmontage sind nach den Anforderungen durch den Anschluss und die Montagemöglichkeiten vor Ort zu berücksichtigen.
Durchsteckmontage, Vorsteckmontage und Abstandsmontage
Durchsteckmontage, Vorsteckmontage und Abstandsmontage

3. Was Sie bei der Montage beachten sollten

  • Wählen Sie geeignete Bohrer (Durchmesser, Länge, mit Prüfmarke) und Bohrverfahren (Drehbohren, Hammerbohren), die zum jeweiligen Dübelsystem passen. Beachten Sie dazu bitte die Angaben in der Zulassung.
  • Bohrlöcher immer entsprechend der Angabe in der Montageanleitung oder Zulassung reinigen. Nicht gereinigte Bohrlöcher können die Lastwerte erheblich reduzieren.
  • Die Kennzeichnung des Dübels muss mit der Zulassung übereinstimmen.
  • Setzwerkzeuge immer entsprechend den Angaben aus der Zulassung verwenden.
  • Die Setztiefe des Dübels ist ebenfalls gemäß der Zulassung oder des Produktsteckbriefs einzuhalten.
  • Wenn vorgeschrieben, Anzugsdrehmoment mittels kalibriertem Drehmomentschlüssel aufbringen und den Wert aus der Zulassung oder dem Produktsteckbrief einhalten.
  • Dübel sind immer als System anzusehen. Der Austausch einzelner Teile ist nicht zulässig und niemals sinnvoll.

4. Das ist zu tun bei Fehlbohrungen

Ups! Fehlbohrungen sind grundsätzlich zu vermeiden, können jedoch nie gänzlich ausgeschlossen werden. Gehen Sie wie folgt vor:

  • In Beton: Bewehrungstreffer vermeiden, dazu Bewehrungsplan oder Suchgerät einsetzen. Sollte es doch passieren, wird ein Check durch einen Statiker zwingend benötigt.
  • In Mauerwerk: Dübel nicht in die Fugen setzen. Ausnahme bilden Dübelsysteme wie W-UR oder WIT-VM 250. Dabei allerdings stets die Angaben in der Zulassung beachten.
  • Fehlbohrungen durch hochfesten Mörtel wie WIT-VM 250 verschließen, neue Bohrlöcher mit dem Abstand zur Fehlbohrung platzieren, welchen die jeweilige Zulassung vorschreibt.

5. Achten Sie auf die Details

Was Achs- und Randabstände betrifft, sind die minimalen bzw. charakteristischen Abstände (nur bei den charakteristischen kann von der vollen zulässigen Last des Dübels ausgegangen werden) laut Zulassung bzw. Produktesteckbrief einzuhalten. Generell sind nur Plus-Toleranzen dieser erlaubt. Achtung: Eventuell bei der Festlegung der Ankerplatten-Größe die Lochabstände berücksichtigen.

Bei der Auswahl der Stähle beachten Sie bitte:

  • Stahl, galvanisch verzinkt: Nur in trockenen Innenräumen bei Luftfeuchtigkeit ≤ 60% und in trockenem Untergrund einsetzen. Achtung bei Kellerwänden im Altbau, Wänden mit Erdberührung etc.
  • Nichtrostender Stahl, A4: generell in Feuchträumen und im Freien einsetzbar. Nicht verwenden bei Tausalzbelastung, nicht in Schwimmbädern, nicht bei See- und Salzwasserkontakt und nicht in Straßentunneln.
  • Hochkorrosionsbeständiger Stahl, HCR: anwendbar in aggressiver Industrie-Atmosphäre, bei Tausalzbelastung, in chlorhaltiger Atmosphäre in Schwimmbädern, in Straßentunnel und in Umgebung mit See- und Salzwasserkontakt.

Mehr zum richtigen Setzen von Dübeln finden Sie in unserem MINI-Dübelhandbuch, 3. Auflage 2014 oder unter www.wuerth.at/duebeltechnik.

Die Verarbeitungsangaben sind Empfehlungen, die auf unseren Versuchen und Erfahrungen beruhen; vor jedem Anwendungsfall sind Eigenversuche durchzuführen bzw. die schriftlichen Herstellerangaben, Setzanweisungen und falls vorhanden Zulassungsbestimmungen (siehe jeweilige ETA) einzuhalten. Aufgrund der Vielzahl der Anwendungen sowie der Lagerungs- und Verarbeitungsbedingungen übernehmen wir keine Gewährleistung für ein bestimmtes Verarbeitungsergebnis. Soweit unser kostenloser Kundendienst technische Auskünfte gibt bzw. beratend tätig wird, erfolgt dies unter Ausschluss jeglicher Haftung, es sei denn, die Beratung bzw. Auskunft gehört zu unserem geschuldeten, vertraglich vereinbarten Leistungsumfang oder der Berater handelte vorsätzlich. Wir gewährleisten gleich bleibende Qualität unserer Produkte, technische Änderungen und Weiterentwicklungen behalten wir uns vor.

bloggt über Dübeltechnik und die richtige Anwendung bei der Verankerung.

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